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Mindestlohn in verschiedenen Ländern der Welt im Jahr 2022

Picodi18. Januar 2022

Dieser Text ist veraltet. Aktuellere Informationen finden Sie unter diesem Link.

Das Analyse-Team von Picodi.com hat untersucht, wie sich die Mindestlöhne in 64 Ländern geändert haben und ob diese Beträge das Existenzminimum in einem bestimmten Land sichern können.

Rekordlohnwachstum

Die Untersuchung umfasste Länder mit einem staatlich festgesetzten Mindestlohn – insgesamt 64 Länder in Europa, Amerika, Afrika, Asien und Australien. Der Grad der Steuerbelastung in diesen Ländern ist unterschiedlich: In einigen Ländern sind die Geringverdiener von der Einkommenssteuer und den Abgaben befreit (Hongkong, Philippinen, Nigeria), während in anderen Ländern der Unterschied zwischen Brutto- und Nettoeinkommen mehrere Dutzend Prozent betragen kann (in Deutschland – 20,3 %). Aus diesem Grund wurden nur die Nettobeträge berücksichtigt, d. h. das Geld, das der Arbeitnehmer tatsächlich auf seinem Bankkonto erhält.

WELTWEITER MINDESTLOHN IM JAHR 2022

Von den 64 untersuchten Ländern haben sich die Mindestlohnsätze in 10 Ländern im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Dazu gehören Israel, die Philippinen, Thailand, Vietnam und Peru, wobei der Betrag in Slowenien zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts noch nicht endgültig verabschiedet war.

Montenegro verzeichnet die größte Erhöhung des Mindestlohns. Unter anderem aufgrund günstiger steuerlicher Änderungen stieg der Mindestlohn von 222 € auf 450 € netto (ein Anstieg von 103 %). Starke Lohnerhöhungen wurden auch in Argentinien (um 55 %), der Türkei (um 50 %) und Kasachstan (um 41 %) verzeichnet.

Deutschland steht in dieser Rangliste auf Platz 41: Seit dem 1. Januar 2022 ist der Mindestlohn in unserem Land um 3,1 % gestiegen (von 1 244 € auf 1 283 € netto). In der Tschechischen Republik stieg der Mindestlohn im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 % (Platz 29), im Vereinigten Königreich um 5,9 % (Platz 33) und in Frankreich ebenfalls um 3,1 % (Platz 40).

Der Wert des Warenkorbs mit Grundnahrungsmitteln

Für diese Untersuchung wurde einen Korb mit Grundnahrungsmitteln erstellt und die Preise dieser Produkte wurden dem Mindestlohn gegenübergestellt. Der Korb besteht aus 8 Produktgruppen: Brot, Milch, Eier, Reis, Käse, Fleisch, Obst und Gemüse. Die Liste ist sehr dürftig, aber mit den angegebenen Mengen kann man den Mindestnährstoffbedarf eines durchschnittlichen Erwachsenen decken.

  • Milch (10 Liter) – 9 €
  • Brot (10 Laibe zu je 500 g) – 13,60 €
  • Reis (1,5 kg) – 2,90 €
  • Eier (20 Stück) – 3,98 €
  • Käse (1 kg) – 9,88 €
  • Geflügel und Rindfleisch (6 kg) – 52,62 €
  • Obst (6 kg) – 12 €
  • Gemüse (8 kg) – 10,76 €

Der Wert des Warenkorbs mit Grundnahrungsmitteln beträgt zu Beginn des Jahres 2022 114,74 €. Im Vergleich zu Anfang 2021 ist der Wert des Warenkorbs um 2,12 % gestiegen.

KANN MAN IN DEUTSCHLAND MIT DEM 2022 MINDESLOHN AUSKOMMEN?

Der Preis für Grundnahrungsmittel entspricht 8,9 % des Mindestlohns. Der Preise für einen entsprechenden Lebensmittelkorb betrug vor einem Jahr 9 % des damaligen Mindestlohns. Das bedeutet, dass der Anstieg des nationalen Mindestlohns den Anstieg der Preise nur minimal überstiegen hat.

Es ist zu beachten, dass die Preise für Obst und Gemüse saisonalen Schwankungen unterworfen sind. Unabhängig von der Saison bietet Picodi jedoch Cashback für Einkäufe in Online-Supermärkten wie Lidl, Rewe, Bofrost und Motatos.

Wo es möglich ist, vom Mindestlohn zu leben

Die Ernährungspräferenzen und die Vorstellungen von einem komfortablen Leben von Region zu Region und sogar von Person zu Person unterschiedlich sind. Wir haben beschlossen, die Preise für Grundnahrungsmittel mit dem Mindestlohn zu vergleichen, um zu sehen, wie viel des Einkommens Mindestlohnempfänger für diese Produkte ausgeben müssen.

DIE KOSTEN FÜR GRUNDNAHRUNGSMITTEL

An der Spitze dieser Rangliste stehen das Vereinigte Königreich, Irland und Australien: Das Verhältnis zwischen dem Preis eines Warenkorbs mit Grundnahrungsmitteln und dem Mindestlohn liegt zwischen 6,6 % und 7,3 %.

Deutschland liegt mit 8,9 % auf Platz 5, vor Ländern wie Luxemburg (9,4 % – Platz 6), Belgien (10,9 % – Platz 9) und den Vereinigten Staaten (12,2 % – Platz 13).

Die Situation für Mindestlohnempfänger in Russland, Kasachstan und Indien ist nicht einfach: In diesen Ländern entspricht der minimale Lebensmittelkorb etwa der Hälfte des Lohns. In Nigeria reicht der Mindestlohn nicht einmal für einen kleinen Einkauf.

Methodik und Datenquelle

In dem Bericht wurden die monatlichen Mindestlohnsätze, die im Januar 2022 gelten, mit den für 2021 geltenden Mindestlöhnen verglichen. Die Beträge stammen von den offiziellen Websites der Regierungen, der zuständigen Ministerien oder Ausschüsse. Länder, in denen der Mindestlohn von einzelnen Gewerkschaften ausgehandelt wird und in denen es keinen gesetzlichen Mindestlohn gibt (wie in der Schweiz, Italien, Singapur und den nordeuropäischen Ländern), wurden nicht berücksichtigt. Für Länder, in denen der Mindestlohn je nach Region variiert (USA, Philippinen, Thailand, Vietnam), haben wir das arithmetische Mittel aller Regionen berechnet und in den Bericht aufgenommen. Die Nettobeträge wurden mit Hilfe von lokalen Gehaltsrechnern berechnet.

Das Beispiel eines in der Untersuchung analysierten Lebensmittelkorbs wurde nur zu statistischen Zwecken erstellt. Die im Bericht angegebenen Mengen wurden auf der Grundlage der Empfehlungen einiger Gesundheitsministerien hinsichtlich des Mindestnahrungsbedarfs berechnet. Die Produktpreise stammen von numbeo.com, wo die Daten von Internetnutzern aus aller Welt gesammelt werden.

Für die Umrechnung in lokale Währungen wurden die durchschnittlichen Google Finance-Kurse für das vierte Quartal 2021 verwendet.

Öffentliche Nutzung

Die in dem Bericht enthaltenen Infografiken und statistischen Daten können sowohl für kommerzielle als auch für nicht kommerzielle Zwecke unter Angabe des Autors der Studie (Picodi.com) und eines Links zu dieser Unterseite frei verwendet werden. Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an: research@picodi.com.